Motorradtour Juli 2020

Motorradtour Juli 2020

Nachdem ich mit meiner Vulcan S, die Ende November 2019 in meine Garage gezogen ist, seit Ende April 2020 schon einige Tagestouren gefahren bin, bekam ich Lust einmal eine mehrtägige Tour zu machen. Mit meiner Biker-Freundin Hermine fand ich eine Mitstreiterin, die genauso wie ich, ein wenig motorradverrückt ist. Hermin fährt ihre Honda Transalp seit Ende 2019 und wir harmonieren beim Fahren und sonst auch perfekt.

Nach einem Frühstückstreffen mit Straßenkarten und Terminkalender fanden wir schnell einen gemeinsamen Termin und eine Idee wo die Reise hingehen soll. Der Start wurde für Montag den 20. Juli 2020 fixiert und die Tour sollte 4 Tage, mit der Option zur Verlängerung bis Samstag, dauern. Die Streckenplanung ging entlang der niederösterreichischen Grenze mit kleinen Abstechern ins Innere unseres Bundeslandes oder über die Grenze nach Tschechien. Genauso wie die Option zur Verlängerung der Tourtage, ließen wir uns auch die Abänderung der Strecke im Falle eines Schlechtwettereinbruches offen, denn eines ist uns beiden wichtig, uns nicht durch zu viel Planung den Spaß an der Sache verderben zu lassen. Flexibel und anpassungsfähig zu sein ist bei einer Tour wichtig.

Eine Packliste wurde auch noch gemacht, denn es ist wichtig nicht zu viel aber auch nicht zu wenig einzupacken.

Jetzt hieß es geduldig sein, bis der Tag unserer Tour endlich da war, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die größte Freude.

SEHR WICHTIG! Ein paar Tage vorher mal probiert zu packen.

Tag 1
Gut ausgeschlafen und voll Energie trafen wir uns in Baden, um unsere Tour zu starten.

Am Leithagebirge vorbei, Richtung Hainburg, um die Donau zu überqueren ging es dann entlang der Grenze von Österreich/Slowakei Richtung Norden. Wir stoppten bei Schloss Niederweiden und Schloss Jedenspeigen.

Nächster Stopp Bernhardsthal, an einem wunderschönen Teich.

Mittlerweile fuhren wir schon der Grenze von Österreich/Tschechien entlang. Das nächste Ziel sollte eine grenznahe Seelandschaft in Tschechien sein. Wir überquerten die Grenze bei Valtice und fuhren über Mikulov Richtung Norden. Leider zeigte sich das Wetter von seiner unfreundlichen Seite. Wind kam auf, es wurde kälter, Donner grollte schon in der Ferne und dann sahen wir schon die Blitze am Horizont. Kurze Teambesprechung und ab zurück nach Österreich, wo der Himmel noch freundlich aussah.

Sooooo unfreundich.

Durch Laa an der Thaya, bei Retz und Geras vorbei, überquerten wir noch mal bei Vraténin die Grenze nach Tschechien, um unser am Nachmittag organisiertes Zimmer in Slavonice zu beziehen. Nach 289 km freuten wir uns auf unsere Pizza und auf ein gemütliches Zimmer.

1. Etappe 289 km

2. Tag

Gestärkt an einem gutem Frühstücksbuffet traten wir unsere Reise zurück nach Österreich an. Unser heutiges Ziel war der Naturpark Blockheide Gmünd im Waldviertel, mit seinen Wackelsteinen und Steinriesen. Unterwegs kamen wir an riesigen Kuhherden vorbei, streng aufgeteilt in blonde und dunkle Rinder.
Am Parkplatz vor dem Naturpark zogen Regenwolken auf, also verpackten wir unsere Helme und Schuhe gut am Motorrad und zogen noch meine Motorradplane drüber. So konnten wir sicher gehen, dass wir danach unsere trockenen Sachen anziehen konnten.
Die Regenwolken hielten was sie angekündigt hatten, kaum waren wir im Naturpark, begann es auch schon zu schütten. Aber egal, wir stellten uns unter, versorgten uns mit Keksi und nach kurzer Zeit war der Regen auch schon wieder vorbei. Die Gelsen waren zwar unsere Begleiter durch den Park, aber der Ausflug hat sich gelohnt, eine traumhafte Naturlandschaft.
Notiz für meine Packliste: Gelsenspray!

2. Etappe 90 km, aber dafür 14.000 Schritte zu Fuß.

Wie immer hatten wir am Nachmittag online nach einem Zimmer gesucht und sind wieder in Tschechien gelandet. Gleich nach der Grenze bei Gmünd, übernachteten wir in einem netten Zimmer inklusive Frühstück. Unsere Motorräder parkten sicher an einem videoüberwachten Parkplatz hinterm Haus.

3. Tag

Nach einer angenehmen Nacht und einem gutem Frühstück besprachen wir nochmals unsere weitere Tour. Am Abend zuvor hatten wir schon das Wetter im Auge und stellten fest, dass eine Gewitterfront naht. Wir beschlossen unseren Weg nicht an der Grenze von Niederösterreich fort zu setzten, sondern weiter an der Grenze Österreich/Tschechien und im Anschluss Österreich/Deutschland nach Oberösterreich zu fahren und als weiteres Ziel das Salzkammergut in Betracht zu ziehen.

Unsere Tour führte uns durch eine wunderschöne hügelige Landschaft von NÖ und OÖ. Wenig Verkehr, schönes Wetter und gute Stimmung, ein perfekter Tag. So schön, dass wir ein Stück, dank unseres Navis gleich 2 mal gefahren sind. Aber kein Problem, wir hatten Zeit und genossen die Landschaft. Durch Wälder, weite Felder und über den Ranner Stausee ging es dann Richtung Donau. Hermine hatte die Idee mit einer Fähre über die Donau zu schippern. War ein lustiges, ungewöhnliches Erlebnis mit der kleinen Fähre bei Obermühl an der Donau die große Donau zu überqueren. Am anderen Ufer angelangt stärkten wir uns mit einem Eiskaffee, suchten ein Zimmer in der Nähe von Ried und weiter ging es entlang der Donau flussaufwärts bis nach Achleiten und von dort aus südlich nach Walchhausen zu unserem Quartier, einem Gasthof mit guter Küche und netten Gastgebern.

3. Etappe 303 km

Tag 4

Auch das Frühstück im Innviertel war hervorragend und gab uns genug Energie für unsere heutige Tour, die uns durch die Seelandschaft des Salzkammerguts führte. Von Walchhausen fuhren wir südlich, über Mattighofen zwischen Matt- und Obertrumersee zum Mondsee. Jetzt können wir Salzburg auch auf unsere Liste der passierten Bundesländer setzten. Das Mondseeufer fuhren wir runter und das Atterseeufer aufwärts um dann am Traunsee eine Kaffeepause zu genießen.

4. Etappe 313 km

Tag 5

Heute Morgen begrüßte uns noch die Sonne, doch uns war klar, dass es uns heute erwischen kann. Die Regenfront naht. Ein gemütliches Frühstück ließen wir uns aber dennoch nicht entgehen. Unsere Strecke führte Anfangs noch durch die malerische Landschaft des Traunviertel, dann weiter hinauf Richtung Donau um dann nördlich der Donau durchs Mühlviertel zu kurven. Wie schon vermutet zeigten sich die Wolken nicht sehr einladend und wir beschlossen, wieder runter zur Donau zu fahren um dann am schnellsten Weg nach Hause zu gelangen. Kurz vor Ybbs ging es, wie gesagt der Donau entlang. Bei Krems erwischte uns der erste Regen zum ersten Mal. Dann war ein Stück wieder ohne Regen und auf der S33 begann es wieder zu Schütten und zu Blitzen. Also noch ein Stopp, um das Gewitter abzuwarten. Nach einer 1/2 h war das Gewitter vorbei und wir konnten zwar im Regen aber immerhin ohne Blitz und Donner die Tour fortsetzen.

Etwas feucht, aber nicht durchnässt und vor allem Gesund kamen wir wieder zu Hause an. Mit einem Grinser im Gesicht beschlossen wir, das zu wiederholen.

5. Etappe
264 km

Wenn dir der Bloggartikel gefallen hat, dann freue ich mich über dein Kommentar.

Hermine hat unsere Tour in einem YouTube Video verarbeitet, schaut rein und hinterlasst ihr ein Like.

Andrea Hofmann

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6 Comments

  1. Hallo Andrea,
    Jetzt erst komme ich dazu eure Reise nachzuverfolgen.
    Erstmal gratuliere ich euch Beiden das ihr das gemacht habt!
    Und Zweitens finde ich diesen liebevollen Bericht richtig gut!
    Schön das Ihr diese Motorrad Reiselust für euch entdeckt habt!
    Bitte weitermachen!!!
    Alles Gute für die nächste Fahrt wünscht euch Udo

    • Vielen Dank Udo, für deine netten Worte. Ja, wir hatten voll Spaß dabei und die nächste Tour ist schon in Planung. Freue dich also auf die Fortsetzung.
      LG Andrea ✌🏍

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